Explosion des Karren – Scoppio del Carro

Der „Scoppio del Carro“, der am Ostersonntag auf dem Platz zwischen Dom und Baptisterium stattfindet, blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Besucher  von Florenz sollten sich dieses beeindruckende Ritual auf keinen Fall entgehen lassen. Der Brauch ist bis in das 12. Jh. zurück zu verfolgen und geht angeblich auf den ersten Kreuzzug zurück.

Bei einem historischen Umzug wird ein bunt geschmückter Karren von vier weißen Ochsen durch die Straßen der Stadt bis zum Domplatz gezogen und dabei von, in mittelalterlichen Kostümen gekleideten, Soldaten, Musikern und Fahnenträgern begleitet. Der mit Feuerwerkskörpern ausstaffierte Karren aus dem 15. Jh. wird zwischen Baptisterium und Kathedrale abgestellt.

Vom Karren aus wird nun ein Stahlseil bis zum Altar gespannt. Während des großen Hallelujas der Ostermesse wird dann eine Rakete in Form einer Taube entzündet, die am Stahlseil bis zum Karren „fliegt“ und dort ein großes Feuerwerk entzünden soll. Schafft sie es nicht, den Karren zu erreichen, und das Feuer muss von Hand entzündet werden, steht der Stadt ein schlechtes Jahr bevor. Bei erfolgreicher Entzündung gibt es jedoch ein gutes Jahr und eine ertragreiche Ernte.

Der „Scoppio del Carro“ ist eines der ältesten Traditionen in Florenz und gehört zudem auch zu den Spektakulärsten. Nicht nur das Feuerwerk ist imposant, sondern auch der unbeschreibliche Jubel der Florentiner, welcher bei einem erfolgreichen „Scoppio“ ausbricht, bleibt ein unvergessenes Erlebnis.

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